Eigentlich nur Zahnstein entfernen…

Posted Dezember 21st, 2013 by admin

Ende Oktober 2012 war es dann soweit. Vielleicht erinnert ihr euch, dass Straßenhündchen Lilly mit Zahnstein Probleme hatte und wir die letzten Monate versuchen sollten auf natürlichem Wege diesem bei zu kommen. Aber es hat ja nichts funktioniert (u.a. hatte sie von den Zahnputzstangen Durchfall bekommen, so dass ich nur wenige „Maßnahmen“ ergreifen konnte). Also mussten wir einen Termin beim Tierarzt machen, damit die Zähne mittels Ultraschall gesäubert werden konnten. Nun war es soweit. Erst einmal vorneweg: es hat alles geklappt, meine Hündin hat die Narkose gut vertragen (davor habe ich ja immer sehr große Angst, dass der Hund nicht aus der Narkose erwacht…). Aber der Anfang war schwierig. Nachdem mein Hundchen durchgecheckt war (abhorchen, abtasten etc.) wollte die Tierärztin die Braunüle setzen. Mein Hundi ließ sich rasieren und sich sogar das Stechen gefallen (was vorher auch nicht unbedingt klar war, da mein Hundchen ja etwas zimperlich ist).

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Aber als dann Blut floss (und nicht gerade wenig) schrie mein kleiner Hund ganz fürchterlich. Dann wollte sie plötzlich in die Nadel beißen und schrie dabei weiter. Sie tat mir soooooo leid, dass ich ein wenig heulen musste. Habe mich aber gleich wieder zusammengerissen, da ich die Situation sonst noch verschlimmert hätte (Stimmungsübertragung). Nach einer kurzen Pause wollte meine Tierärztin es nochmals am anderen Vorderbeinchen meines Hundes versuchen. Meine kleine Hündin war inzwischen schon ein wenig schläfrig (da beim ersten Versuch schon etwas Narkosemittel in den Hund gelangt war). Und ich sollte raus gehen (war vielleicht auch besser, da ich beim ersten Versuch schon wie eine Memme war und ich nun mein Hundilein nicht verunsichern sollte).

Ich wartete draußen im Auto und nach der vereinbarten Zeit ging ich wieder in die Tierarztpraxis. Zu meinem Erstaunen war mein kleiner Mopsmix schon munter und konnte recht gut laufen (keine Torkelei von der Narkose). Nun hatte ich zuvor mit der Tierärztin vereinbart, dass bei der Gelegenheit auch gleich die Hüfte geröntgt wird, weil meine Hündin beim Abtasten etwas schmerzhaft war. Und das Ergebnis schockierte mich: mein junges, kleines Hündchen hat HD (Hüftgelenksdysplasie) und eine beginnende Arthrose!!! Nun kann man spekulieren, ob es einfach genetisch bedingt ist (Bulldogge und Mops haben ja eine Prädisposition für HD durch den eigentümlichen Körperbau) oder ob es durch das „Training“ bei ihren Exhaltern forciert wurde (die hatten meine kleine Hündin ja hinterm Auto hinterher rennen lassen und Lilly sah aus wie Arnold Schwarzenegger, als sie zu mir kam). Durch übermäßigen Muskelaufbau im Wachstum kann durchaus so etwas passieren!

Damit aber nicht genug der Horrornachrichten. Denn mein Tierarzt hatte noch festgestellt, dass meine Straßenhündin an vielen Zähnen Zahnschmelzdefekte hat. Uff! Wo kommt das denn her? Die Tierärztin meinte, dass meine Hündin in der Vergangenheit sehr viel sehr hartes „Zeug“ gefressen oder eventuell sogar auf Steinen herumgekaut haben musste. Das bedeutet nun, dass mein Hündchen keine harte Kauartikel mehr gekommen darf. Keine Hundekuchen, Kekse oder ähnliches Kauvergnügen, was vorbeugend gegen Zahnstein gut wäre… Nun wusste ich, dass die Exhalter meines Hundes das Trockenfutter von Aldi gefüttert hatten (ich hatte bei Übernahme des Hundes den angefangenen Sack mitbekommen). Ich hatte mich damals schon gewundert und gefragt, ob das denn so gut war. Denn die TF-Bröckchen dieses Futters sind recht groß für so einen kleinen Hund…


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Jetzt sieht es also so aus, dass ich meinem Hund nur noch die ganz dünnen, gedrehten Büffelhautkaustangen geben darf. Ihr Trockenfutter (ich gebe von Royal Canin von der Sorte Mini das Sterilised) darf sie auch weiter fressen. Aber ansonsten nur weiche Leckerlies. So kann ich ihrem Zahnstein aber nicht vorbeugen. Dies bedeutet also lebenslang ca. alle 2 Jahre beim Tierarzt unter Narkose die Zähne sanieren zu lassen. Ich hasse es! Ich habe sowieso einen Horror vor Narkosen. Und nun muss ich spätestens alle 2 Jahre meinem Hund diese Tortour zumuten… Scheußlich! Was denken sich manche Leute dabei einem Kleinhund ein Trockenfutter anzubieten, was für viel größere Zähne gedacht ist? Ich könnte…. grrrrr! Aber das kannte ich ja schon von meiner Dogge Mausi. Als ich sie damals aus ihrem Zwinger befreit habe (da war sie grad mal 16 Wochen alt) waren in ihrem Futternapf auch Riesenbrocken Trockenfutter. Sie konnte es mit ihren Milchzähnen auch nicht richtig kauen… Mann, Leute! Was ist denn nur los mit den Menschen? Sorry, aber sowatt macht mich fuchsig.

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