Hallo Welt… hier kommt Lilly :D

Posted Juni 18th, 2012 by admin

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Strassenhund Lilly. Geboren in Alicante (Spanien), die ersten Lebensmonate auf der Straße verbracht. Dann vom Hundefänger eingefangen und in eine Tötungsstation gebracht. Aber ein Tierschutzverein holte den kleinen Hund dort raus. Zum Glück, denn wir wissen, was diesem kleinen Hund sonst in Spanien noch geblüht hätte…

Ja! Es gibt immer noch Tötungsstationen in Spanien… und das schreckliche Ende ist diesem kleinen Wirbelwind gottseidank erspart geblieben! Mit etwa 7 Monaten wurde die ehemalige Strassenhündin Lilly von einer Familie nach Deutschland adoptiert. Ja, ja… ich weiß schon, was manch Einer jetzt denken mag “wieso werden spanische Hunde nach Deutschland gebracht”… etc. pp)…

… Ich sehe das so: natürlich muss es das Endziel sein, in den betreffenden Ländern die Grundeinstellung zu Tieren zu ändern! Aber bis es soweit ist… bin ich nicht bereit die jetzt dort lebenden Hunde der Gaskammer auszusetzen!

Lilly kam also nach Deutschland, zu einer Familie (Mutter, Vater, 3-jähriges Kind). Soweit so gut. Allerdings entschied sich diese Familie nach knapp 1,5 Jahren, dass sie den kleinen Hund nicht mehr behalten möchte, da es ihnen zu stressig war. Die Frau war wieder schwanger… naja, den Rest kann man sich denken -,-

Und das war nun die Chance, dass ich diesen süßen, kleinen, Spanierhund kennenlernen durfte … und darum geht es in diesem Blog. Über die Geschichte, wie Strassenhund Lilly zu uns kam, was sie so tagtäglich veranstaltet, was uns unterwegs passiert, wie wir trainieren… Es wird spannend

In diesem Sinne… viel Spaß mit meinem süßen Hund Lilly

Straßenhund Lilly´s erstes Silvester bei uns

Posted Januar 23rd, 2014 by admin

Das Jahr 2012 neigte sich dem Ende zu und somit rückte Silvester immer näher. Ich hatte etwas Bammel davor, denn ich hörte ja bereits, dass mein neues Hundchen Angst vor Silvester hatte. Sie ängstigte sich ja auch bei Gewitter. Bei den Ex-Haltern saß meine kleine Hündin in solchen Situationen zitternd unter dem Tisch. Also sah ich dem Jahreswechsel nicht wohlwollend entgegen.

Dann kam der Silvestertag. Tagsüber ging es, denn es knallte kaum jemand. Und wenn, dann nur sehr weit entfernt. Das tangierte meinen Hund überhaupt nicht. So konnte ich wenigstens am Tage einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen. Ich wusste ja nicht was mich am späten Nachmittag und Abend erwartete. Nachmittags bin ich mit meiner kleinen Hündin nur in unseren Garten gegangen, um nichts zu riskieren. Da war die Welt auch noch in Ordnung. Mal böllerte es von Ferne, sie hob mal den Kopf in diese Richtung. Aber alles noch entspannt.

Dann kam der Silvesterabend. Ich hatte noch bis 22:00 Uhr am PC gearbeitet. Also für den Hund ganz normale Dinge getan. Da wurde dann doch schon recht oft geknallt. Wenn es weiter entfernt war, kümmerte es meinen süßen Mopsmix nicht weiter. Sie hob höchstens mal den Kopf, ruhte dann aber weiter. Aber wenn es dicht war (und dieses Jahr hatte ausgerechnet unser Nachbar das Knallen für sich entdeckt *grrrrr*), dann lief mein Hundchen bellend in die Richtung woher die Knallerei kam. Ich wunderte mich etwas, denn von angstaggressivem Verhalten hatten die ehemaligen Halter meines Hundes nichts erwähnt.

Aber ich war froh, dass sie sich mit der Situation auseinandersetzt und eben nicht zitternd unterm Tische sitzt! Es ist ja für den Hundekörper besser, wenn die Angst, die Wut herauspoltert, als wenn sich der Hund, ganz in sich gekehrt, dem Stress aussetzt. Still leidende Hunde haben es nicht so gut. Denn dann werden die Stresshormone nicht so schnell abgebaut. Was mein kleines Hundilein noch machte ehrte mich sehr: sie kam zwischendurch zu mir an und suchte Schutz. Da ging mein Mutterherz natürlich auf und ich wusste, dass ich einiges besser gemacht haben musste, als Straßenhund Lilly´s Ex-Besitzer…


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Alles in Allem war Silvester 2012 zwar etwas stressig, aber besser als ich befürchtet hatte. Nachts bin ich mit dem Hundchen dann auch nur noch mal in den Garten gegangen. Aber erst nachdem die gröbste Knallerei vorbei war (laaaaaange nach 0:00 Uhr)! Da ging es ganz gut. Kleinhund Lilly machte ihre Puschigeschäfte und die Welt war wieder in Ordnung                                                                                ;)

Straßenhund Lilly bekommt ein Häuschen

Posted Januar 9th, 2014 by admin

Am 1. November 2012 kam per Post endlich das Hundehäuschen für meine kleine Hündin an. Wir hatten ja im Oktober schon Minusgrade und da mein Hundchen schnell friert, hatte ich mich entschieden ihr für die Wohnung ein Kuschelhäuschen zu bestellen. Mein Hundi ist ja eine richtige Wühlmaus und schlüpft gern unter Decken. Daher dachte ich mir, dass ihr ein Hundehaus gefallen könnte.

Nun war es also soweit. Die schön geräumige Hundevilla kam an. Es ist aus Schaumstoff, mit einem hübschen Sonne, Mond und Sterne-Bezug. Es musste allerdings erst noch zusammengebaut werden. 3 Teile: die Hauswände, das Kissen und das Dach des Hundehauses waren einzeln. Das Zusammbauen ging aber recht einfach, da die Teile mittels Reißverschluss aneinander gefügt wurden. Einzig mein Hund verlängerte die Prozedur, da sie sich sofort in das Hundehaus setzte, ehe überhaupt das Dach drauf war^^ Somit dauerte der Aufbau des Hundehäuschens dann etwas länger.


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Aber natürlich freute ich mich riesig, dass meinem kleinen Mopsmix das Haus so gut gefällt! Schlimmer wäre es gewesen, sie hätte die Hundevilla nicht „von hinten“ angeschaut… So wie mein (leider verstorbener) Kater: egal, was man neu gekauft hat – dem Katerchen gefiel es nicht. Stellte man aber den leeren Karton (indem das gute Katzenhäuschen oder was auch immer geliefert wurde) auf den Fußboden, war das Kätzchen sofort drinnen…

Lilly´s Hundehaus

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich also das Hundehäuschen fertig zusammengebaut hatte, war Kleinhund Lilly nicht mehr zu halten. Sie schlief den ganzen Nachmittag dort drinnen. Und abends, nach der letzten „Gassirunde“, rannte sie sofort ins Schlafzimmer und ihr Hundehaus hinein. Cool! Ich war darüber richtig froh, dass meinem kleinen Hundchen ihr Haus so gut gefällt!

Habt ihr auch Erfahrungen mit Hundehäuschen innerhalb der Wohnung? Schreibt mir gern eure Meinungen/Kommentare…

Eigentlich nur Zahnstein entfernen…

Posted Dezember 21st, 2013 by admin

Ende Oktober 2012 war es dann soweit. Vielleicht erinnert ihr euch, dass Straßenhündchen Lilly mit Zahnstein Probleme hatte und wir die letzten Monate versuchen sollten auf natürlichem Wege diesem bei zu kommen. Aber es hat ja nichts funktioniert (u.a. hatte sie von den Zahnputzstangen Durchfall bekommen, so dass ich nur wenige „Maßnahmen“ ergreifen konnte). Also mussten wir einen Termin beim Tierarzt machen, damit die Zähne mittels Ultraschall gesäubert werden konnten. Nun war es soweit. Erst einmal vorneweg: es hat alles geklappt, meine Hündin hat die Narkose gut vertragen (davor habe ich ja immer sehr große Angst, dass der Hund nicht aus der Narkose erwacht…). Aber der Anfang war schwierig. Nachdem mein Hundchen durchgecheckt war (abhorchen, abtasten etc.) wollte die Tierärztin die Braunüle setzen. Mein Hundi ließ sich rasieren und sich sogar das Stechen gefallen (was vorher auch nicht unbedingt klar war, da mein Hundchen ja etwas zimperlich ist).

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Aber als dann Blut floss (und nicht gerade wenig) schrie mein kleiner Hund ganz fürchterlich. Dann wollte sie plötzlich in die Nadel beißen und schrie dabei weiter. Sie tat mir soooooo leid, dass ich ein wenig heulen musste. Habe mich aber gleich wieder zusammengerissen, da ich die Situation sonst noch verschlimmert hätte (Stimmungsübertragung). Nach einer kurzen Pause wollte meine Tierärztin es nochmals am anderen Vorderbeinchen meines Hundes versuchen. Meine kleine Hündin war inzwischen schon ein wenig schläfrig (da beim ersten Versuch schon etwas Narkosemittel in den Hund gelangt war). Und ich sollte raus gehen (war vielleicht auch besser, da ich beim ersten Versuch schon wie eine Memme war und ich nun mein Hundilein nicht verunsichern sollte).

Ich wartete draußen im Auto und nach der vereinbarten Zeit ging ich wieder in die Tierarztpraxis. Zu meinem Erstaunen war mein kleiner Mopsmix schon munter und konnte recht gut laufen (keine Torkelei von der Narkose). Nun hatte ich zuvor mit der Tierärztin vereinbart, dass bei der Gelegenheit auch gleich die Hüfte geröntgt wird, weil meine Hündin beim Abtasten etwas schmerzhaft war. Und das Ergebnis schockierte mich: mein junges, kleines Hündchen hat HD (Hüftgelenksdysplasie) und eine beginnende Arthrose!!! Nun kann man spekulieren, ob es einfach genetisch bedingt ist (Bulldogge und Mops haben ja eine Prädisposition für HD durch den eigentümlichen Körperbau) oder ob es durch das „Training“ bei ihren Exhaltern forciert wurde (die hatten meine kleine Hündin ja hinterm Auto hinterher rennen lassen und Lilly sah aus wie Arnold Schwarzenegger, als sie zu mir kam). Durch übermäßigen Muskelaufbau im Wachstum kann durchaus so etwas passieren!

Damit aber nicht genug der Horrornachrichten. Denn mein Tierarzt hatte noch festgestellt, dass meine Straßenhündin an vielen Zähnen Zahnschmelzdefekte hat. Uff! Wo kommt das denn her? Die Tierärztin meinte, dass meine Hündin in der Vergangenheit sehr viel sehr hartes „Zeug“ gefressen oder eventuell sogar auf Steinen herumgekaut haben musste. Das bedeutet nun, dass mein Hündchen keine harte Kauartikel mehr gekommen darf. Keine Hundekuchen, Kekse oder ähnliches Kauvergnügen, was vorbeugend gegen Zahnstein gut wäre… Nun wusste ich, dass die Exhalter meines Hundes das Trockenfutter von Aldi gefüttert hatten (ich hatte bei Übernahme des Hundes den angefangenen Sack mitbekommen). Ich hatte mich damals schon gewundert und gefragt, ob das denn so gut war. Denn die TF-Bröckchen dieses Futters sind recht groß für so einen kleinen Hund…


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Jetzt sieht es also so aus, dass ich meinem Hund nur noch die ganz dünnen, gedrehten Büffelhautkaustangen geben darf. Ihr Trockenfutter (ich gebe von Royal Canin von der Sorte Mini das Sterilised) darf sie auch weiter fressen. Aber ansonsten nur weiche Leckerlies. So kann ich ihrem Zahnstein aber nicht vorbeugen. Dies bedeutet also lebenslang ca. alle 2 Jahre beim Tierarzt unter Narkose die Zähne sanieren zu lassen. Ich hasse es! Ich habe sowieso einen Horror vor Narkosen. Und nun muss ich spätestens alle 2 Jahre meinem Hund diese Tortour zumuten… Scheußlich! Was denken sich manche Leute dabei einem Kleinhund ein Trockenfutter anzubieten, was für viel größere Zähne gedacht ist? Ich könnte…. grrrrr! Aber das kannte ich ja schon von meiner Dogge Mausi. Als ich sie damals aus ihrem Zwinger befreit habe (da war sie grad mal 16 Wochen alt) waren in ihrem Futternapf auch Riesenbrocken Trockenfutter. Sie konnte es mit ihren Milchzähnen auch nicht richtig kauen… Mann, Leute! Was ist denn nur los mit den Menschen? Sorry, aber sowatt macht mich fuchsig.

Mein spanisches Straßenhündchen friert

Posted Dezember 17th, 2013 by admin

Inzwischen hatten wir Oktober 2012. Mir war aufgefallen, dass meine kleine Straßenhündin recht schnell friert. Sie kommt ja schließlich aus dem Süden (Alicante in Spanien) und hat ein sehr kurzes Fell. Am Bauch hat meine Hündin sehr wenig Fell, teils Glatze. Daher wunderte es mich nicht, dass sie nicht so gut mit Kälte umgehen kann. Also schaute ich mich im Internet nach einem Hundepullover um, den ich meinem Hundchen aber erst anziehen wollte, wenn es noch kälter wäre. Ich wollte sie schließlich nicht „verpimpeln“.

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Nun ist Straßenhund Lilly ein Frechdachs und all die Hundepullis hatten entweder ein zu süßes Motiv, was für mein „Bengelchen“ nicht angemessen war oder es gab nicht die Größe meines Hundes. Am liebsten wollte ich für meinen Mopsmix einen Hundepullover oder ein Hundemäntelchen in schwarz mit Totenkopfmotiv. So ganz kess piratenmäßig^^ Fand aber wie gesagt nicht das Passende. Vor lauter Frust darüber fing ich wieder zu stricken an. Hatte ja lange nichts mehr gestrickt und eigentlich auch nie so richtig die Zeit dazu. Aber ich wollte nun unbedingt einen Piratenpulli für meinen Hund.

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Also musste Kleinhund Lilly natürlich zunächst ausgemessen werden. Dann begann ich einen „Teststrick“. Denn wie gesagt war ich nicht mehr in Übung. Ich wollte sehen, ob ich das mit den Maschen zählen noch hinbekomme etc. Dann probierte ich das kleine Gestrickte an meiner Hündin aus. Und es war ganz ok. Hier und da ne Masche weg und woanders eine dazu. Alles notiert. Am 25.10.2012 fing ich dann (endlich) mit dem „echten“ Hundepulli an. Immer mal zwischendurch ein paar Reihen gestrickt. Mit Motiv ist es etwas schwieriger als ohne. Aber es ging. Dennoch fand ich nicht genug Zeit um die Hundebekleidung schnell fertig zu stellen. Sage und schreibe am 05. Dezember (!) war das gute Stück fertig (inkl. zusammennähen).


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Und pünktlich zum Nikolaus 2012 bekam mein Straßenhündchen ihren Piratenpulli. Zufälliger Weise hatte es an diesem Tag doll geschneit und sich dadurch auch gelohnt den Hundepulli anzuziehen. Mein Hundchen fand es klasse. Sie fühlte sich überhaupt nicht beengt (wie in ihrem Regenmäntelchen welches ich einige Monate zuvor gekauft hatte). Der selbstgestrickte Hundepulli kam richtig gut an. Das Hundi tollte wie verrückt durch den Schnee. Es war eine helle Freude das anzuschauen. Hier hab ich Fotos für euch, damit ihr das Ergebnis begutachten könnt^^

(Auf Lilly´s Fanseite sind die Fotos größer zu sehen. Hier ist nur die Vorschau):

http://fanseite-lilly.tiere-privat.de/hundepulli.htm

 

Und und aber: ich bin nicht der Typ, der seinem Hund “einfach so” Klamotten anzieht. Auch wenn das jetzt im Moment so erscheinen mag. Ich ziehe meinem Hundchen den Hundepulli oder das Hundemäntelchen wirklich nur an, wenn meine Hündin draußen sonst gezittert hätte. Das kann man bei ihr recht schnell feststellen, wann es Zeit für den Hundepulli ist: wenn wir aus dem Haus kommen und kurz an der Straße stehen bleiben müssen (wegen der fahrenden Autos) und sie sofort anfängt zu zittern. Dann ist es Zeit ihr das wärmende Hundepullichen anzuziehen!

Sollte man Hunde baden?

Posted Dezember 7th, 2013 by admin

Ob man Hunde baden sollte oder nicht ist immer mal wieder ein Streitpunkt zwischen „Hundeleuten“. Die Hundebadenden argumentieren, dass der Hund ja schließlich mit in der Wohnung bzw. dem Haus wohnt und daher auch gelegentlich gewaschen werden müsse. Dann gibt es noch die Hundehalter, die ihren Hund sogar regelmäßig zum Hundefriseur schicken, wo er gebadet und getrimmt wird. Bei einigen Rassen ist das Fell kürzen sogar notwendig, da es sonst ins Uferlose wächst. Als Beispiel sei hier nur der Pudel genannt. Das Fell eines Pudels wächst immer weiter. Dafür haaren diese Hunde nicht. Nun gut, mir stellt sich halt nur die Frage, warum der Hund dafür ein Bad benötigt.

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Das andere „Lager“ der Hundehalter sagt sich (m.M. zu Recht) „warum sollte man einen Hund denn baden? Wölfe nehmen schließlich auch kein regelmäßiges Schaumbad“. Wie ihr nun vermutet bin ich ein Gegner der ständigen Hundebaderei. Meine Hunde wurden so gut wie nie gewaschen, geduscht oder gebadet. Ganz am Anfang meiner „Hundekarriere“ gab es bei Bedarf mal ein Flohbad (damals gab es noch keine praktischen Spot-On-Präparate). Aber diese Art des Bades war halt mal notwendig. Später, bei meiner Dogge Mausi, hätte wahrscheinlich ich in der Wanne gelegen, ehe ich sie dort hinein buxiert hätte. Doggen sind oft sehr wasserscheu. Bei ihr habe ich das so gelöst, dass wenn sie sich mal in irgendeinem Mist gewälzt hat, ich ihr diese Stellen mit einem seifigen Waschlappen abwusch.

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So, jetzt denkt ihr vielleicht, was hat denn das alles jetzt mit Straßenhund Lilly zu tun? Dazu komme ich jetzt. Denn 2012, im September, hat sich meine kleine Hündin volle Kanne in Wildschweinkot gewälzt^^ Nun ist dieses Hündchen ja recht klein und daher war der ganze Hundekörper voll mit Stinkezeug. Als sich meine Dogge wälzte, hatte sie höchstens mal etwas am Hals oder an der Wange. Das ging ja noch. Aber mein kleiner Mopsmix musste sich natürlich von oben bis unten damit beschmieren.

Was nun? Mit einem kleinen Lappen konnte ich da nicht kommen. Also musste ich mein Hundilein tatsächlich in die Wanne stellen, abduschen, abseifen und wieder abduschen. Und das, wo wir uns gerade mal 7 Monate kannte. Naja gut, wir waren ja inzwischen schon ganz gut „eingespielt“. Aber trotzdem fand ich es furchtbar. Und nicht nur ich. Meine Hündin fand es richtig schrecklich. Sie hatte Angst, zappelte wie ein Aal und versuchte immer wieder aus der Badewanne zu klettern. Ich hatte zwar extra eine Gummimatte auf den Wannenboden gelegt (so eine Antirutschmatte). Aber das machte keinen Unterschied.


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Das kleine Hundchen tat mir so leid. Sie hielt zwischendurch mal etwas still, aber dann zitterte sie vor Angst. Ich war froh als die Prozedur überstanden war. Als ich meine Hündin endlich aus der Badewanne hob und sie auf ein Badelaken stellte, war sie wieder „die Alte“. Abtrocknen findet das Hundilein super toll. Dann konnte ich die Hundebaderei wenigstens mit etwas Positiven beenden^^ Gut, in diesem Fall war das Baden des Hundes wirklich nicht zu umgehen. Aber ich bin froh, dass ich Lilly nicht öfter baden muss. Ist ja eigtl. nicht nötig. Sand kann man aus dem Fell bürsten. Wenn draußen Sauwetter ist wird der Hund ordentlich abgetrocknet. Bei Bedarf werden nur die Pfötchen mit einem nassen Lappen „nachbearbeitet“. Reicht doch! Aber nun gut, Jedem das Seine…

Hundebesuch im eigenen Territorium

Posted November 25th, 2013 by admin

Mitte September 2012 kündigte sich meine Freundin zum grillen an. Natürlich mit Mann und ihren beiden Hunden (Laska und Ally). Nun hatte ich inzwischen des öfteren mitbekommen, dass mein freches Straßenhundchen gern mal total zickig am Gartenzaun ist. Sie war ja nun im neuen Zuhause richtig angekommen und der Garten gehörte dazu. Diesen verteidigte sie vehement gegen fremde Hunde. Sogar ihre Hundekumpels aus der Nachbarschaft wurden angebellt, wenn sie an unserem Grundstück vorbeigingen. Diese zwar nicht ganz so aggressiv wie die anderen Hunde. Aber immerhin.

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Obwohl Mopsmix Lilly die Hündinnen meiner Freundin kannte, hatte ich (natürlich mal wieder^^) die Buxen etwas voll. Ich hoffte, dass meine kleine Hündin sich anständig benehmen würde. Wir waren bei ihnen schon zu Besuch gewesen und da ist alles super gelaufen. Jetzt wünschte ich mir natürlich, dass mein Hund auch so „nett“ im eigenen Territorium sein würde, wie es die Hunde meiner Freundin waren.

Und was soll ich euch sagen? All meine Ängste wg. Territorialverhalten waren unbegründet. Kleinhund Lilly war eine gute „Gastgeberin“. Die Hunde haben sich super vertragen. Zur Vorsicht hatten wir uns draußen getroffen und sind eine kleine Runde mit den Hundedamen gassi gegangen. Dann alle zusammen hinein ins Haus und in den Garten. Alles prima! Laska und Lilly haben im Garten toll zusammen gespielt. Und sogar Hundeomi Ally hat mal etwas mitgespielt. War richtig süß.

Auch als wir anfingen zu grillen gab es keinerlei Stress. Die Hunde wussten ja, dass es nichts vom Tisch gibt. Daher gab es auch keine Futterstreitigkeiten. Es war richtig schön. Irgendwann sind die Hunde dann von allein ins Haus gegangen (wir Menschen saßen noch bis 0:00 Uhr draußen, dann wurde es auch uns etwas zu kühl). Zuerst ist die alte Hündin Ally ins Haus gegangen und hat sich in Hundchen Lilly´s Körbchen gelegt. Danach folgte meine kleine Hündin und legte sich auf´s Sofa. Laska bildete das Schlusslicht und legte sich einfach auf den Teppich. Alles friedlich und geordnet, als wäre es noch nie anders gewesen.


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In solchen Momenten oder an solchen Tagen werde ich immer mehr zum Lilly-Fan. Auch wenn dieser kleine Hund seine „Macken“ hat überwiegen die tollen Dinge einfach! Ich bin so froh, dass ich diesen kleinen Kobold kennen lernen durfte. Eine süße Hundepersönlichkeit mit „Schmackes“ hinter den Ohren.^^ Daher kann ich immer wieder nur appellieren: wenn ihr euch mit dem Gedanken tragt einen neuen Hund ins Haus zu holen und über etwas Hundeerfahrung verfügt dann nehmt einen Hund aus dem Tierschutz. Ihr tut etwas Gutes, rettet eine arme Seele und habt eine kleine Herausforderung. Also mein Ehrgeiz wird besonders bei Hunden geweckt, die als „schwierig“ tituliert werden. Denn oft verbergen sich dahinter „nur“ Kommunikationsschwierigkeiten. Oder wie man bei zwei Menschen sagen würde: Missverständnisse
;)

Leinenaggressivität scheint sich zu steigern

Posted November 19th, 2013 by admin

Im August 2012 gab es einige „Hundegeschichten“, die in mir den Verdacht aufkommen ließen, dass der Leinenterror durch mich noch ein wenig schlimmer geworden ist. Also Straßenhund Lilly hat dieses Theater zwar schon von Anfang an drauf gehabt. Aber durch unsere Bindung, die inzwischen recht gut war, kam meine Hündin sich wohl noch stärker vor. Ganz sicher war ich mir zwar nicht, denn es hätte auch sein können, dass sich der Hund einfach jetzt gut eingelebt hat und nun sein komplettes „Gesicht“ zeigt. Aber der Verdacht schmorte halt in mir. Ein Test musste her. Ich wollte wissen wo meine kleine Hündin und ich jetzt „stehen“.

Also nahm ich Ende August die Gelegenheit war, als uns in unserem kleinen Wald eine Frau mit einem Jack Russell Terrier Rüden entgegen kam. „Frodo“ war auch so ein Leinenpöbler, durfte aber nie ohne Leine laufen (Frauchen hatte Angst, dass er jagt und wegläuft). Ok, ich habe also Mopsmix Lilly an einen Baum gebunden und hab der Frau zugerufen, dass sie einfach ganz normal weiter laufen solle, da ich einen Test mit meinem Hund durchführen will. Die Halterin war einverstanden und lief weiter. Lilly bellte, ich ging weg (in die andere Richtung als die Frau mit dem JRT). Und tatsächlich: nach Kurzem hörte meine Hündin auf zu bellen und schaute nur mir hinterher. Aha! Das war erst mal sehr aufschlussreich.

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Doch plötzlich (und obwohl ich stehen geblieben war) schlüpfte mein Kleinhundchen aus dem Hundegeschirr und kam zu mir angerannt. Nu war Lilly nackich^^ Egal, ich habe sie gestreichelt, denn dass der Drang zu mir zu kommen so groß war ist ja an sich ein schönes Zeichen für unsere Mensch-Hund-Beziehung. Danach ist sie allerdings (natürlich) zu dem Jack Russell gerannt. Klar, Hunde muss sie begrüßen… Mein Hündchen war aber ganz lieb und wollte (wirklich!) spielen. Die Hundehalterin fand das alles sehr spannend, was im Wald so passierte, hatte sich hingehockt und streichelte beide Hunde. Und komischer Weise hatte Frodo diesmal überhaupt nicht rumgezickt. Irgendwie war die ganze Geschichte lustig und blöd zugleich.^^

Was mir in dem Zusammenhang zur gesteigerten Leinenaggressivität auffiel ist auch etwas eigenartig. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich mit meiner Hündin ein Training durchführte damit sie draußen nichts mehr fressen sollte. Lilly sollte ja lernen den „Leckerbissen“ durch vorsitzen anzuzeigen. So dass ich die Chance habe meinem Hund das Naschen zu vereiteln und ihr stattdessen Leckerlies gebe. Und nun trug dieses Training genau im Aug. 2012 die ersten „Früchte“! Genauer gesagt am 20.08. hat mein Straßenhundchen das erste Mal brav „sitz“ gemacht, als am Straßenrand eine Stulle lag! Jippiajei!!! Natürlich gab es von mir „Guddies“ dafür. Toll! Das 1. Mal, dass der Hund außerhalb einer Trainingseinheit und mit „Fremdfutter“ das Erlernte umsetzte (sonst hab ich ja immer die Fallen gestellt).

Am nächsten Tag war eine ähnliche Situation. Diesmal lag ein Kothaufen (ja ich weiß, is eklig^^) am Rand und meinen Hunde zog dieser Haufen magisch an. Ich konnte es rechtzeitig unterbinden. Zog sie weg, sagte ein scharfes „pfui“. Auf dem Rückweg geschah es dann, dass meine kleine Hündin sich vor den Kackhaufen setzte und mir damit sozusagen anzeigte. Prima! Mein Hundchen bekam wieder Leckerlies und wir gingen weiter. Langsam wird es doch was, dachte ich mir an diesem Tag und freute mich sehr. Allerdings kommt es mir so vor, als ob mein Straßenhündchen dadurch immer zickiger zu anderen Hunden wurde… So nach dem Motto „wenn ich artig sein muss und auf der Straße nichts mehr fressen darf, bin ich eben zickig zu Hunden“ … Oder so ähnlich^^ Irgendein Hobby muss der Hund ja schließlich haben (lach).

Straßenhündin Lilly mal biestig, mal brav

Posted November 14th, 2013 by admin

Der heutige Blogartikel von bzw. über meine Hündin Lilly wird ein kleiner Mix aus Begebenheiten der letzten Tage des Juli 2012. Es war sehr heiß am 26. und 27.07. und ich glaube meiner Mopsmixdame war die Hitze etwas zu Kopf gestiegen. Ok, der erste Tag ging noch. Da hat mein Hundchen nur wie eine Wilde Grillen im Garten gejagt. Wir waren lange draußen, denn drinnen konnte man es ja kaum aushalten. Ich habe ein Video für euch. Seht doch selbst:

Am nächsten Tag allerdings hat sich meine Hundedame ein Ding geleistet. Wir waren wieder nachmittags im Garten, als plötzlich ein Igel an unserem Zaun entlang schlich. Also da hat sie total das „Straßenkind“ raushängen lassen. Sie war total biestig / aggressiv und wollte ihn verjagen. Mensch Meier! So ein Igel ist doch kein Rivale. Naja gut, evtl. Futterkonkurrenz, da Igel auch Fleischfresser sind. Das Verhalten fand ich trotzdem überzogen, wollte sie bremsen. Ich rief meine Hündin und sagte „schluss“. Sie reagierte nicht. Dann ging ich zu ihr und wollte sie vom Zaun wegnehmen. Da dreht sich das kleine, freche Biest um und deutete an, dass sie nach mir schnappen wollte. Ok, das Hundilein hat nicht gebissen, aber allein diese Androhung einer Maßregelung ihrerseits geht ja nun mal gar nicht!

Also bekam sie einen Negativlaut von mir zu hören, ich leinte sie dann kommentarlos an und führte sie ins Haus. Ich ging nochmals allein in den Garten, um meinem Straßenhund damit zu zeigen, dass ich hier den Kontrolleur mime. Als ich wieder ins Haus kam habe ich sie bis zum Abend ignoriert. Erst als es Zeit für Gassi und Futter war habe ich mit meinem Hündchen wieder Kontakt aufgenommen. So ein Käse! Ich hasse das. Ich leide immer sehr unter solchen Strafmaßnahmen. Daher verstehe ich auch andere Leute, die mir sagen, dass sie diese oder jene Maßnahme nicht durchhalten können. Das Problem ist aber leider, dass es bei bestimmten Hunden und Situationen nicht anders geht… Es sind nicht alles „Schaukelpferdchenhunde“. Manche Hunde haben es einfach faustdick hinter den Hundeohren^^

Am nächsten Tag bemerkte ich eine Eigenschaft. Bzw. ich konnte eine Eigenschaft meines Hundes konkretisieren. Ich wusste ja inzwischen, dass meine Hündin ein Leinenterrorist ist. Aber nun tat sich noch etwas auf: uns begegneten entlang der Feldstraße (wo ich meine Hunde nie ableine, da dort Autos fahren) 2 Hunde. Nicht gemeinsam, sondern im größeren Abstand. Zuerst eine Golden Retriever Hündin, die ohne Leine lief. Diese kam nicht zu uns an, lief einfach auf der anderen Seite mit ihrem Frauchen. Meine Hündin machte KEIN Theater. Dann kam der zweite Hund. Ein Schäferhundrüde, der angeleint war. Und, könnt ihr´s euch denken? Straßenhund Lilly machte Krawall! Ach so ist das. Wenn mein schlaues Hündchen weiß, dass der andere Hund angerannt kommen könnte bellt sie nicht, obwohl sie angeleint ist. Dieser Fuchs!

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Das passte auch zu der Begegnung, die wir zuvor hatten. Hinten bei den Feldern, wo ich mein Hundchen ableinen konnte kam eine Frau mit einer Huskyhündin an der langen Flexileine. Normaler Weise leine ich meinen Hund an, wenn ich sehe, dass der andere Hundehalter ebenfalls seinen Hund an der Leine hat. Ich hatte etwas zu spät reagiert und meine Hündin gerufen (Asche auf mein Haupt^^). Da war Lilly aber quasi schon halb am hinrennen (denn die Entfernung war minimal). Aber was soll ich euch sagen? So wie ich mich in dem Moment zwar geärgert hatte, dass sie nicht „hörte“, so freute ich mich aber, dass der Kontakt zu dieser Hündin äußerst friedlich und lustig ablief. Beide Hündinnen wollten miteinander spielen. Das war allerdings nur begrenzt möglich wegen der Flexileine. Aber da sieht man es doch wieder: wenn meine Hündin an den anderen Hund heran kann (unangeleint) und dieser auch einen gewissen Radius hat, ist die Welt in Ordnung.

Nach diesen 3 etwas doofen Tagen (26.-28.07.2012) war der Folgende wieder angenehmer. Vielleicht lag es wirklich ein Stück am Wetter? Denn am 29.07. hatten wir nur 19° C. Und da war meine Mopsmischlingsdame wieder ganz brav. Auch hatten wir einen schönen, langen Spaziergang zusammen mit einem anderen Hund, ihrem Kumpel Aschanti (natürlich ein Golden Retriever, wie es sie zu Hauf in Leegebruch gibt^^).

Hündin Lilly hieß früher Martini

Posted November 11th, 2013 by admin

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch nochmals erzählen, dass mein Straßenhündchen Lilly in Spanien eigentlich auf den Namen „Martini“ getauft wurde. Das könnt ihr in ihrem Steckbrief ja auch nachlesen. Selbst in ihrem Impfpass steht noch der ursprüngliche Name meines Hundes drin. Martini. Hmm, ich dachte zuerst, dass es etwas mit dem Getränk zu tun hat. Ihr wisst schon Martini on the Rocks und so weiter. Alá James Bond „geschüttelt und nicht gerührt“ oder so ähnlich^^

Da heute der Martinstag ist (11.11. eines jeden Jahres), kam mir der Gedanke, dass Strassenhundchen Lilly evtl. Martini hieß wegen des heiligen Sankt Martin. Ich meine, das liegt doch näher, oder was meint ihr? Die Spanier sind ja meist recht gläubig und dass man einem Hund dann einen Namen eines Heiligen Bischofs gibt. Joa, kann ich mir gut vorstellen. Nun hab ich geforscht. Es gibt sogar den Begriff „Martini-Sommer“. Aha! Da haben wir den/die Martini. Der Martini-Sommer ist, wenn es plötzlich und genau am 11.11. ungewöhnlich warm wird. Das schöne Wetter bleibt nur kurz, danach wird es kalt.

Der Begriff hat seinen Ursprung darin, dass es, als der heilige St. Martin zu Grabe getragen wurde (am 11.11.), das erste Mal urplötzlich warm war. Die Bäume erblühten nochmals und die Weinbauern freuten sich über eine Spätlese. Normaler Weise ist es ja Anfang/Mitte November schon recht kalt. Manchmal hatten wir auch schon Schnee. Daher war dieses Erblühen im Spätherbst ein „Zeichen“. Seither ist dieses Datum der Martinstag. Witzig an der Geschichte ist nun, dass ich meine Hündin Martini nun nicht mehr als ehemalige „Schnapsnamenträgerin“ sehe.


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Allerdings hört sie auf diesen Namen so gar nicht. Naja, sie wurde ja auch sehr schnell umbenannt (von ihrer Ex-Familie). Auch ist mein Straßenhündchen so gar nicht wie der heilige St. Martin. Mein Hund teilt nichts mit „armen Bettlern“. Alles was sie für sich „bunkern“ kann ist ihres^^ Ergo ist es nur gut, dass mein Hündchen nun Lilly heißt.

Und an alle Jecken da draußen: komisch finde ich, dass der Karneval ausgerechnet am Martinstag beginnt… Aber dennoch rufe ich euch ein fröhliches „Helau“ und „Alaaf“ zu.

Zahnpflege beim Hund und Durchfall

Posted November 5th, 2013 by admin

Da mir meine Tierärztin beim letzten Besuch gesagt hatte, dass meine junge Hündin ziemlich viel Zahnstein hat, hatten wir vereinbart ein natürliches „Zahnputzprogramm“ zu starten. Wir hatten Ende Juli 2012 und gaben uns bis Oktober Zeit zu versuchen den Zahnstein zu verringern. Denn falls es nicht klappen sollte müsste meinem Straßenhündchen in Narkose der Zahnstein entfernt werden. Ich bin ja überhaupt kein „Freund“ von Narkosen. Denn ich weiß ja, dass jede Narkose ein Risiko birgt. Daher kaufte ich alle möglichen Zahnpflege-Kauprodukte für Hunde.

Es gibt ja mittler Weile etliche Kauartikel, die gegen Zahnstein helfen sollen.  Zahnputzstangen, die eine ganz eigentümliche Struktur haben, Denta-Stiks, Denta-Rask und was nicht alles. Also kaufte ich von verschiedenen Firmen diese Knabbergeschichten und dazu noch Pesel und die üblichen Büffelhautknochen. Jeden Tag gab es eine andere Sorte (der Abwechslung halber). Mein kleiner Mopsmischling freute sich natürlich wie „Bolle“, da fressen das Allergrößte für sie ist.

Doch dann kamen die ersten Hindernisse: Hundchen Lilly hatte Durchfall. Oh Schreck. Das war einen Tag nachdem ich von Pedigree den Rask-Knochen gegeben hatte. Da ist ja sehr viel Reis enthalten. Also verträgt das Hundi wohl keinen Reis. Hmmm. Ok, dann lassen wir diese Sorte halt weg. Den nächsten Tag gab es einen „normalen“ gedrehten Kauknochen. Da war alles in Ordnung. Den Tag danach bot ich meiner Hündin eine Zahnputzstange (die Sorte, die man auch im Supermarkt bekommt). Und prompt hatte sie den nächsten Tag wieder Durchfall. So ein Mist!

Also mussten wir die klassischen Zahnputzstangen für Hunde auch weglassen. Nun ja, langsam schwammen mir die Fälle davon und ich hatte nicht sehr viel Hoffnung, dass wir den Zahnstein noch klein kriegen werden. Dennoch blieb ich dabei, dass ich meinem Hund  wenigstens täglich entweder einen Büffelhautknochen oder einen Pesel gab. Das Blöde bei meinem Straßenhundchen ist allerdings, dass sie die Kauknochen viel zu schnell frisst. Meine anderen Hunde haben sie ganz normal geknabbert. D.h. haben sie weich gekaut, bis sie so gummiartig waren und erst dann abgebissen, gekaut und geschluckt.


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Meine Hündin von der Straße hat es aber immer enorm eilig mit dem Futter. Kann man ja verstehen, denn „da draußen“ musste gucken wo de bleibst. So versucht der Hund so schnell es geht vom Knochen abzubeißen und schluckt dann teils auch harte Stücke hinunter. Das ist natürlich weder für die Zähne noch für den Magen/Darmtrakt förderlich. Aber irgendwie muss ich ja versuchen dem Hund ein Kauerlebnis zu geben. Das gehört ja einfach zu einer artgerechten Ernährung dazu. Man kann dem Hund ja nicht immer nur Schlabberbüchse kredenzen. Und der Zahnstein verschwinden von Dosenfutter schließlich auch nicht… Nun gut, aber alle Bemühungen halfen leider nichts. Straßenhund Lilly musste im Oktober der Zahnstein von Tierarzt entfernt werden. Aber das ist eine andere Geschichte…